08. Mai 2026
Wie den meisten bekannt sein dürfte, wurde das sog. AZU ohne Einbeziehung der freiberuflichen niedergelassenen Ärzteschaft und gegen deren Bedenken und Widerstand durchgesetzt. Zudem agieren die Betreiber äußerst unkollegial, unseriös und nach außen hin anbiedernd.
Jedem Patienten, der seiner Hausarztpraxis – aus welchen Gründen auch immer – den Rücken kehrte, um künftig die Dienste des sog. AZU in Anspruch zu nehmen, musste klar sein, dass diese Entscheidung auch die Entscheidung für eine andere medizinische Versorgungsstruktur ist.
Wir leisten seit fast 40 Jahren verlässliche medizinische Primärversorgung für Uffenheim. Respekt, Vertrauen und ehrliche Kommunikation waren und sind seither tragende Säulen unserer Arbeit. Unzufriedenheit und auch Fehler wird es trotz allen Bemühens und aller Sorgfalt immer geben. Wir können und wollen es auch nicht jedem recht machen und wir lassen uns nicht gegen andere ausspielen. Medizinische, ethische, berufsrechtliche und datenschutzrechtliche Grundsätze sind für uns verbindlich.
Wir sind gerne für unsere Patientinnen und Patienten da, die mit unseren Leistungen zufrieden sind und die uns vertrauen. Auch Neupatienten sind bei uns willkommen.
Wer jedoch bereits in der Vergangenheit Gründe hatte, sich eine andere ärztliche Versorgung zu suchen, sollte diese grundsätzlich auch weiterhin in Anspruch nehmen. Wir versorgen lieber die Menschen, die aus Überzeugung zu uns kommen. Ärztehopping und Beliebigkeit in der medizinischen Versorgung unterstützen wir nicht.
04. Januar 2026
Auch im neuen Jahr nehmen wir selbstverständlich auch weiterhin neue Patientinnen und Patienten auf. In den fast 40 Jahren unseres Bestehens war das zu keinem Zeitpunkt anders. Selbst in schwierigen Zeiten fand jeder ohne Hausarzt bei uns eine Anlaufstelle. Niemals haben wir dabei versucht, Patienten von anderen Praxen abzuwerben, sondern bewusst darauf hingewiesen, dass wir für einen Hausarztwechsel ohne driftigen Grund nicht zur Verfügung stehen. Dies sei in Anbetracht der zum Teil aggressiven Werbung unseres „hochgeschätzten“ AZU mit indirekten aber deutlichen Aufrufen zum Hausarztwechsel an dieser Stelle auch einmal erwähnt.
Bei dem propagierten eglatanten Ärztemangel in Uffenheim sollte man sich doch eigentlich auch ohne diese beschämend anbiedernde und berufswidrige Verhaltensweise und ohne die überdimensionierten Werbeplakate und Anzeigen allerorten vor Patienten gar nicht retten können. Aber die verschleuderten Millionen müssen ja irgendwie wieder hereingeholt werden…. Und wie nicht anders zu erwarten, stehen eben nicht mehrere tausend „heimatlose“ Patienten Schlange vor der Tür. Man muss also in fremden Revieren wildern… und versucht das auch ohne jeden Anstand und Respekt!
Ein besonderer Dank daher an alle unsere Patientinnen und Patienten, die uns trotzdem oder auch gerade deswegen die Treue halten, sich nicht blenden lassen oder sich bewusst neu für unser engagiertes und erfahrenes Team und eine kompetente, verantwortungsvolle und ehrliche Medizin entscheiden! …Auch wenn es selbstverständlich im weniger frequentierten „AZU“ mit dem Wunschtermin oder am Telefon etwas luftiger zugeht.
10. April 2025
In den vergangenen Jahren haben einige Hausärzte und zwei Internisten im näheren Umkreis ihre Praxen geschlossen. Die verbliebenen beiden Uffenheimer Hausarztpraxen haben jedoch durch z. T. hohe Investitionen und personelle Aufstockung den von der KVB festgelegten Versorgungsgrad permanent aufrechterhalten. Eine Ausdünnung der Arztpraxen war bis zu einem gewissen Maß notwendig und auch gesund. Und obwohl die vormals überhöhte Arztdichte im Uffenheimer Raum nun gerade einmal Regelniveau erreicht hatte, wurde unaufhörlich Angst vor schlechterer medizinischer Versorgung geschürt. Erklärtes Ziel war es, eine wie auch immer geartete Versorgungseinrichtung unter Federführung der Stadt Uffenheim irgendwie zu rechtfertigen und zu etablieren.
In Gestalt des sog. „AZU“ hat sich unser Herr Bürgermeister samt Gefolgschaft nun sein millionenschweres Denkmal gesetzt. Besetzt mit einem geltungsbedürftigen ehemals angestellten Arzt unserer Praxis (die Berufsordnung der Ärzte Bayerns verwendet für solches Verhalten den Begriff „berufswidrig“) und einem Jahre zuvor in den Ruhestand gegangenen roten Parteisoldaten ging das „Zentrum“ Anfang 2025 in Betrieb. Zwei volle Arztsitze wurden auf diese Weise blockiert. Auch scheut man sich nicht, zur Patientenaquise die Werbetrommel kräftig zu rühren und gar Zusatzbezeichnungen anzugeben, die keine sind, sondern lediglich Kursweiterbildungen, die jeder Allgemeinarzt vor seiner Prüfung absolvieren muss und deren Inhalt somit auch nahezu jeder Hausarzt anbietet (z.B. „Psychosomatische Grundversorgung“). Auch hierfür könnte man den Begriff „berufswidrig“ verwenden, denn im AZU stellt man sich als mehr dar als man ist.
Den Wenigsten dürfte außerdem bekannt sein, dass freiberuflich niedergelassene Ärzte jede Investition, jede MFA, jeden angestellten Arzt mit hohem persönlichen Einsatz selbst finanzieren, also erwirtschaften müssen und nicht zuletzt persönlich und mit ihrem gesamten Vermögen haften (beipielsweise auch bei Regressforderungen der Krankenkassen). Nicht so bei einer GmbH (wie unser „AZU“) mit lediglich angestellten Ärzten. Hier wird also in höchstem Maße „mit ungleichen Waffen gekämpft“. Der faire Wettbewerb wird durch das einseitige Eingreifen der öffentlichen Hand ausgehebelt. Und dafür zahlen Kollege Derks und ich auch noch Steuern.
Wettbewerb unter gleichen Bedingungen ist für niemanden ein Problem. Im Gegenteil, er fördert Ideen und bringt Fortschritt. Als großer Verfechter einer sozialen Marktwirtschaft stelle ich mich gerne jedem Wettbewerb, aber bitte unter gleichen Marktbedingungen für alle. Staatliche Eingriffe in den Markt garantieren zumindest Eines immer: Murks und Geldvernichtung.
Schließlich darf aber jeder für sich selbst entscheiden, wem er sein Vertrauen schenkt und damit auch welche Richtung unser Gesundheitssystem in Zukunft nehmen wird.
Bildquelle: ©Hausarztpraxis Lohs